Interreg-Jahresveranstaltung 2023

Vom 25. bis 27. Oktober fand in Santiago de Compostela, Spanien die jährliche Veranstaltung der Europäischen Kommission statt, die alle Interreg-Programme aus ganz Europa nach 3 Jahren wieder zusammenbracht hat.

Es war für die Interreg-Programme eine Gelegenheit, sich sowohl über die aktuelle Umsetzung der Programme auszutauschen als auch gemeinsam über die Zukunft von Interreg nach 2027 nachzudenken.

Die Teilnehmer konnten sich aktiv beteiligen und ihre Antworten zu Fragen teilen, wie z.B.:

  • Was funktioniert gut?
  • Was könnte noch besser geregelt werden?
  • Wie kann „Interreg“ sichtbarer werden?
  • Ist „Interreg“ in Krisenzeiten flexibel genug?

Die Veranstaltung bot zudem eine gute Möglichkeit, sich persönlich auch in vielen einzelnen informellen Gesprächen mit Kolleginnen und Kollegen aus den vielen Gemeinsamen Sekretariaten und Verwaltungsbehörden, aus der zuständigen Generaldirektion Regionalpolitik und Stadtentwicklung (DG REGIO), sowie von Interact zu treffen und auszutauschen.

Unsere zwei Kolleginnen nutzten ebenfalls das Angebot, sich vor Ort über Projekte zu informieren, die im Interreg-Programm POCTEP 2021-2027 (Spanien – Portugal) gefördert werden.

  • Besuch des Projekts MIGRA MIÑO MINHO: im Projekt sollen die Lebensraumbedingungen des Flusses MIÑO verbessert werden, der sowohl durch spanisches als auch portugiesisches Gebiet fließt. Im Projekt werden u.a. Maßnahmen zum Erhalt der Wanderfischpopulationen umgesetzt, um die Basis für die traditionelle Fischerei zu bewahren.
  • Besuch des EVTZ Galizien – Nordportugal: der EVTZ wurde mit dem Ziel gegründet, die soziale Kohäsion in der gemeinsamen Region zu stärken. Er ist Initiator von Projekten, die relevante Partner aus der gesamten Region zusammenbringen, um gemeinsamen Herausforderungen der Region zu begegnen und die Nachhaltigkeit der Ergebnisse zu sichern. Vorgestellt wurden u.a. folgende Projekte:
    • NORTEAR: jährlicher Literaturwettbewerb
    • IACOBUS: Projekt zur Förderung der Zusammenarbeit von Wissenschaftlern durch Finanzierung von Forschungsaufenthalten, der Entwicklung gemeinsamer wissenschaftlicher Artikel sowie durch Unterstützung bei Patentanmeldungen.

Ein besonderer Höhepunkt war die Auszeichnung des diesjährigen Gewinners des „Interreg Slams 2023“ am 2. Tag der Veranstaltung. 5 Finalisten stellten auf der Bühne in unterhaltsamen Beiträgen einzelne Projekte aus ihren Programmgebieten vor. Der Social-Media Wettbewerb wird anlässlich des Interreg Cooperation Days jährlich von Interact durchgeführt.

Einige wichtige Botschaften, die die Referenten den Kolleginnen und Kollegen der Europäischen Kommission und den Interreg-Programmen mit auf den Weg gegeben haben:

Elisa FERREIRA, Europäische Kommissarin für Kohäsion und Reformen

„Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist jedoch viel mehr als nur ein Instrument oder ein Programm. Sie ist das eigentliche Wesen dessen, was es bedeutet, Europäer zu sein. Unsere Union beruht auf dem Grundsatz, dass sich Nationen und Regionen nicht mehr auf dem Kampffeld, sondern am Tisch der Zusammenarbeit zusammenkommen. Als Freunde und als Partner. … Wir sind eine Familie von 86 [Interreg] Programmen, die 2 Millionen Menschen und 40.000 Einrichtungen europaweit ermöglicht, grenzüberschreitend zusammenzuarbeiten, Vertrauen aufzubauen und Kooperationskapazitäten zu verbessern.“ SPEECH

Karl-Heinz LAMBERTZ, Präsident des Parlaments der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien

„Interreg ist keine Einheitslösung. Es braucht eine enge Zusammenarbeit sowie Harmonisierung insoweit, dass die Einzigkeit der Regionen bewahrt bleibt, und in den Programmen für die Region richtige Schwerpunkte gesetzt werden können. Es muss zudem möglich sein, sich offen über Dinge auszutauschen, die noch nicht funktionieren, um gemeinsam Lösungen zu finden.“

Slawomir TOKARSKI, Direktor für die Europäische territoriale Zusammenarbeit, Makroregionen, Interreg und Programmdurchführung I – DG REGIO

„Interreg ist ein Instrument zur Nachbarschaftshilfe. Wir brauchen gute Geschichten, die Hoffnung und Optimismus verbreiten!“

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