Neue Impulse für eine nachhaltige Wirtschaft in der Grenzregion
Im Schloss Trebnitz in Brandenburg – einem etablierten Ort der deutsch-polnischen Zusammenarbeit in Kultur und Bildung – fand am 28. April 2026 der Wirtschaftskongress der Deutsch-Polnischen Grenzregionen: Nachhaltigkeit und Zukunft statt, der in Zusammenarbeit mit dem Strategischen Projekt POLSMA und dem Projekt GoGreen durchgeführt wurde.
Hugo Sobral, stellvertretender General-Direktor der Generaldirektion Regionalpolitik und Stadtentwicklung der Europäischen Kommission, würdigte bereits vorab der Veranstaltung die Arbeit der beiden Gastgeber:
„Ein wettbewerbsfähiger ökologischer Wandel der europäischen Wirtschaft erfordert Innovation und ein gemeinsames, mutiges Handeln über die Grenzen. Die beiden Projekte an der Deutsch-Polnischen Grenze sind ein hervorragendes, zukunftsweisendes Beispiel einer solchen Zusammenarbeit. Ich freue mich, dass die beiden Interreg Programme diesen Ansatz in ihren Projekten aufgreifen.“
Die zahlreichen Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaftsverbänden, Unternehmen und wirtschaftsnahen Institutionen, die zum Kongress vor Ort aus Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Polen zusammenkamen, spiegelten eindrucksvoll das breite Interesse an Fragen der Energiewende wider – gerade in Zeiten geopolitischer Spannungen, die die Rohstoffversorgung belasten. Unter diesen Bedingungen bleibt es eine zentrale Herausforderung, Klimaziele mit der Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität der Wirtschaft zu vereinbaren.
Der deutsche Generalkonsul in Polen, Martin Kremer, hob das deutsch-polnische Kooperationsmodell hervor, das auf der gemeinsamen Umsetzung konkreter Projekte beruht, und betonte dessen besondere Bedeutung für die wirtschaftlichen Beziehungen beider Länder.
Die Direktorin der Regionalvertretung der Europäischen Kommission in Polen mit Sitz in Breslau, Joanna Sterzyńska-Lindberg, verdeutlichte, dass die grenzüberschreitende Zusammenarbeit strategische Initiativen hervorbringen kann, die anschließend auf europäischer Ebene Wirkung entfalten.
Bartłomiej Wierzbicki, Vertreter der Verwaltungsbehörde des Interreg-Programms VI A Mecklenburg-Vorpommern / Brandenburg / Polska, unterstrich, dass die grüne Transformation für Unternehmerinnen und Unternehmer eine erhebliche Entwicklungschance darstellen kann – besonders, wenn zusätzlich das Potenzial der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit genutzt wird.
Programmraumübergreifende Synergien: POLSMA trifft GoGreen
Ein besonderes Highlight der Veranstaltung war die gelebte programmraumübergreifende Zusammenarbeit. Obwohl die beiden Projekte in unterschiedlichen Interreg-Programmräumen angesiedelt sind – POLSMA im Programm Interreg VI A Mecklenburg-Vorpommern / Brandenburg / Polska und GoGreen im Programm Interreg VI A Brandenburg – Polska –, verfolgen sie gemeinsame Ziele. Diese Kooperation zeigt: Ökologische Transformation und wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit kennen keine Grenzen. Gemeinsam werden Barrieren abgebaut und Unternehmen praxisnahe Lösungen für die Energiewende und nachhaltiges Wirtschaften angeboten. Ermöglicht wird die Zusammenarbeit durch die Kofinanzierung aus Mitteln der Europäischen Union über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) – POLSMA mit einer EFRE-Förderung in Höhe von 1.928.571,54 EUR und GoGreen mit einer EFRE-Förderung in Höhe von 1.242.620,50 EUR.
Abschließender Höhepunkt des Kongresses war die feierliche Preisverleihung an nachhaltig wirtschaftende Unternehmen aus der deutsch-polnischen Grenzregion.
Weitere Informationen zu den beiden Projekten und kommenden Aktivitäten: www.platform-greendeal.eu/de
Hintergrundinformationen zum Strategischen Projekt POLSMA:
Das Projekt POLSMA „Pomerania lives sustainable management“ (Pomerania lebt nachhaltiges Management) nimmt eine besondere Stellung im Interreg-Programm VI A Mecklenburg-Vorpommern / Brandenburg / Polska ein: Es wurde vom Begleitausschuss im Jahr 2024 offiziell als Projekt von strategischer Bedeutung eingestuft. Solche Projekte zeichnen sich dadurch aus, dass sie zentrale Herausforderungen im Programmgebiet adressieren und die Sichtbarkeit sowie Wirksamkeit der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit maßgeblich stärken.
Mit der Veranstaltung am 28.04.2026 hat das Strategische Projekt POLSMA die verpflichtende Kommunikationsveranstaltung gemäß Art. 36 Abs. 4 lit. e) VO (EU) 2021/1059 durchgeführt.
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